Neben der eigentlichen Tätigkeit Fenster zu produzieren und zu montieren, sind Sie: Entwickler, Personalchef, Digitalisierungsmeister, Marketingmanager, Netzwerker, Nachhaltigkeitsexperte, Nachfolgebeauftragter, Mutmacher, Umweltschützer und und vieles mehr. Zeigen Sie uns, wie Sie Ihr Unternehmen voran bringen!
Der „FENSTERBAUER DES JAHRES“ wird mit 2.000 Euro sowie mit einem Rundum-sorglos-Marketingpaket belohnt. Dieses beinhaltet unter anderem eine ausführliche Berichterstattung mit Vor-Ort-Recherche, einen von der Redaktion des Magazins GFF produzierten Film sowie eine kostenfreie Anzeige im GFF-Magazin.
Die weiteren Sieger erhalten 1.000 Euro sowie eine Berichterstattung im GFF-Magazin.
Bewerbungen belohnt die EBH AG mit einem Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro. Dieser kann bei den in der EBH AG organisierten Händlern eingelöst werden.

Die Preisträger 2026 (v.li.): Firmengründer Mike Beelitz mit Tochter und Geschäftsführerin Lisa-Marie, im Hintergrund Sohn Paul Leon und Betriebsleiter Rico Nawrocki. Rechts daneben Alexander und Christian Kubasch, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens. © Holzmann Medien
Initiatoren des Awards:




Die Preisträger:innen werden von einer erfahrenen Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Handwerks ausgewählt.

Chefredakteur GFF Magazin
Holzmann Medien GmbH & Co. KG

Hauptgeschäftsführer
TSG GmbH

Vorstandsvorsitzender
EBH AG

Abteilungsleiterin
FENSTERBAU FRONTALE

Geschäftsführer
Meesenburg GmbH & Co. KG

Vorsitzender
Bundesfachbeirat Fenster und Fassade

Hauptgeschäftsführer
Fachverband Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg

Geschäftsführerin
Fachverband Tischler Brandenburg

Hauptgeschäftsführerin
Tischler Schreiner Deutschland
Die Tischlerei MB Fensterbau Beelitz aus Bad Belzig in Brandenburg hat im bundesweiten Wettbewerb „Fensterbauer des Jahres 2026“ den ersten Platz erreicht.
Für ihre hohe Entwicklungsleistung für Brandschutzfenster und -türen aus Holz, ihre vielfältigen Maßnahmen im Vertrieb für Deutschland, Österreich, Belgien und Luxemburg sowie für eine nachhaltige Energieversorgung wurde die familiengeführte Tischlerei aus Bad Belzig mit dem ersten Platz des Branchen-Awards geehrt. Gegründet 2013 und seit 2024 als Vorbereitung auf die Nachfolge als GmbH geführt, beschäftigt die Firma 25 Mitarbeitende, darunter sechs Auszubildende. MB Fensterbau Beelitz nutzt für die Fertigung der Brandschutzfenster und -türen modernste CNC-Technik und kombiniert Handwerk und Technologie.
„‘Es gibt kein Ich, nur ein Wir‘: Mit diesem Satz beschreibt sich ein Unternehmen, das den Fensterbau neu denkt – und zugleich tief im traditionellen Tischlerhandwerk verwurzelt ist“, sagte Dr. Katharina Gamillscheg, Hauptgeschäftsführerin von Tischler Schreiner Deutschland, in ihrer Laudatio. „Im Jahr 2024 erwirtschaftete der Betrieb einen Umsatz von 3,3 Millionen Euro. Doch Zahlen allein erklären nicht, warum dieser Betrieb heute hier steht. MB Fensterbau hat sich auf ein hoch anspruchsvolles Marktsegment spezialisiert: Brandschutzfenster und -türen aus Holz. Was zunächst wie ein Widerspruch klingt – Holz und Brandschutz – ist in Bad Belzig zur Innovationsgeschichte geworden.“
Kubasch Fenster und Türen wurde für sein Transformationsprojekt zur vollständigen Digitalisierung der Produktion ausgezeichnet. 1986 als Zweimann-Bautischlerei von Edwin Kubasch in Mirow gegründet, beschäftigt die Firma heute 70 Mitarbeitende. Sie verfügt über 7.000 m² Produktionsfläche für die Herstellung von Holz- und Holz/Aluminium-Fenstern und -Türen.
„Es sind die Geschichten des Wandels, die eine Branche wirklich voranbringen. Geschichten von Betrieben, die den Mut haben, sich neu zu erfinden, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Eine solche Geschichte ehren wir heute“, sagte Laudator Alexander Holzmann in seiner Rede. „Die Kubasch Fenster und Türen GmbH steht exemplarisch für diesen Weg.“
„Im Jahr 2021 übernahmen Alexander und Christian Kubasch Verantwortung – und trafen eine Entscheidung, die den Betrieb grundlegend verändern sollte. Sie hatten den Mut, gewachsene Strukturen zu hinterfragen, Prozesse neu zu denken und konsequent auf Digitalisierung zu setzen. Ihre Vision war klar: ein Unternehmen, das traditionelle Handwerkskunst mit Hightech verbindet, Abläufe optimiert und als Vorbild für die Branche dient.“
Mit seiner hohen Entwicklungsleistung für einen 15-Mann-Betrieb und seinen vielfältigen Maßnahmen für eine nachhaltige Energieversorgung, belegte die Tischlerei Mühlenkord in Kategorie 1 „Produktentwicklung und Fertigung“ sowie in Kategorie 2 „Nachhaltigkeit und Energieeffizient“ jeweils den zweiten Platz und wurde damit insgesamt zum Gesamtsieger gekürt. Das familiengeführte Unternehmen widmet sich seit mehr als 150 Jahren der Herstellung von erstklassigen Fenstern und Türen. In Kategorie 1 punktete das Holz-Design-Plus (HDP) Fenster, dass Mühlenkord eigens entwickelt und hergestellt hat. „Der Produkt-Name HDP steht für Holzfenster, Design für das modern gestaltete Fenster, das Plus für die Aluschale. Eine perfekte Konstruktionseinheit mit schmalen Rahmen, die vom ift in Rosenheim geprüft und zertifiziert wurde. In Kategorie 2 überzeugte das Fensterbau-Unternehmen mit seiner neu angebauten Werkstatt und Sanierung im Bestand, seiner Photovoltaik-Anlage, seinem drehzahlgesteuerten Drucklufterzeuger, seiner neuen Holzfeuerung, seiner energiesparenden Beleuchtung, seiner energetisch optimierten Maschinenabsaugung und seiner Elektromobilität.
„Dieser Titel tut diesem Betrieb und dieser Region wirklich gut. […] Unser Bekanntheitsgrad hat sich definitiv erhöht.“, so Mühlenkord im Interview mit unserer Zeitschrift GFF.
Den ersten Platz in der Kategorie „Produktentwicklung und Fertigung“ belegte Hans Timm Fensterbau aus Berlin. Der Familienbetrieb in dritter Generation mit mehr als 150 Mitarbeitern stellt an drei Standorten hochwertige Holz-, Holz-Aluminium-, Aluminium-, Stahl- und Sicherheitsfenster sowie exklusive Fassadenelemente her. „Den ständig steigenden Anforderungen im Fenster- und Fassadenbau hat sich das Unternehmen immer erfolgreich gestellt. So ist in den letzten Jahren als weiterer Unternehmensbereich die Runderneuerung historischer Fensterkonstruktionen hinzugekommen“, sagte Tammo Berner, Vorstand der EBH AG, in seiner Lobrede. Zum Alleinstellungsmerkmal des Fensterbaubetriebs gehören auch diverse Neuentwicklungen, darunter das besonders schmale Holz-Aluminium-Komplettsystem, das Bestwerte für klimasicheres Bauen erreicht und standardmäßig als Low-Carbon-Produkt geliefert wird. Ebenfalls eigens entwickelt ist das sogenannte Timm-Modul, das Bauzeiten verkürzt, Kosten für Investoren reduziert und den Planungsaufwand für Architekten minimiert. Mit dem Holz-Beschussfenster in der Klasse FB7 hat Timm seine umfangreiche Plattform an zertifizierten Systemen im Hochsicherheitsbereich für Holz- und Holz-Alu-Fenster erweitert. Das neue denkmalgerechte Aluminium-System „Schüco AWS 75 Steel Look, designed by Timm“ eröffnet Investoren neue Möglichkeiten bei der Revitalisierung historischer Fabrikgebäude für den denkmalgerechten Ersatz von historischen Stahlfenstern.
In der Kategorie „Nachhaltigkeit und Energieeffizienz“ belegte die Moser GmbH aus Haslach im Kinzigtal den ersten Platz. Das rund 130 Mitarbeiter starke Unternehmen mit seinen drei Bereichen Fensterbau, Innenausbau und Mineralwerkstoffe, zeichnet sich vor allem durch seine Umwelt-Zertifizierung nach DIN ISO14001 aus. Dazu gehören Maßnahmen wie das Abfallkonzept und damit einhergehend eine Reststoffverwertung, die auch zur eigenen Wärmeversorgung und Nahwärmeversorgung für Nachbarn beiträgt. Des Weiteren sammelt Moser Verpackungen und gibt sie an die Lieferanten zurück. Außerdem erzeugt das Unternehmen seinen Strom durch seine Photovoltaik-Anlagen zum Teil selbst, hat eine energiesparende Vakuumanlage angeschafft, besitzt nachhaltige Einkaufrichtlinien sowie eine Absorptions-Kälteanlage und überlässt hochwertigere Restmaterialien seinem Kooperationspartner „restemöbel“. „Mit der Zertifizierung nach ISO 14001, welche Moser im Juli 2023 nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung und externen Audits erhalten hat, hat sich das Unternehmen freiwillig verpflichtet, den Umweltschutz kontinuierlich und systematisch weiterzuentwickeln und die entsprechenden Maßnahmen zu überwachen und zu bewerten“.